Die Demokratisierung der Deutschen. Vortragsreihe 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland

Edgar Wolfrum, Heidelberg

Bilanzen der Zeitgeschichtsforschung

Wie konnte auf dem Boden des zerschlagenen Deutschen Reiches, mit Bürgern, die noch vielfach mit der Vergangenheit verbunden waren, eine demokratische Gesellschaft entstehen? Welche der beschrittenen Wege erweisen sich aus der Rückschau als weiterführend, welche endeten in Sackgassen? Welche Rolle spielten dabei die Bearbeitung der NS-Vergangenheit, der Ost-West-Konflikt, die Medialisierung der Gesellschaft und die Haltung zu dem in der deutschen Geschichte oftmals verachteten Westen? Wie entstand in Westdeutschland eine offene Gesellschaft, in der viele Ethnien ihren Platz haben - und wo liegen ihre Begrenzungen? Die Geschichtswissenschaft ist bei der Erforschung der Geschichte der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren ein großes Stück vorangekommen. In sechs Vorträgen an der Universität Kopenhagen werden die wichtigsten Befunde zu zentralen Fragen, wie sie oben formuliert wurden, vorgestellt. Auf diese Weise soll ein facettenreiches, komplexes und aktuelles Bild von der Geschichte der Bundesrepublik entstehen.

Vortragsreihe 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland