Stille Helden? Hilfe für verfolgte Juden in Dänemark 1943: Netzwerke und Motive der HelferInnen
Vortrag von Therkel Stræde, Odense.
Oktober 1943: Die Flucht der Mehrheit der Juden Dänemarks steht als die große Ausnahme im tödlichen Geschehen des Holocaust. Einzelpersonen, Freundes- und Kollegenkreisen, Netzwerke und gesellschaftliche Institutionen stellten sich mit Stundenfrist an die Seite der Juden. 7.600 konnten sich nach Schweden retten, 470 wurden ins Ghetto Theresienstadt deportiert, 116 starben. Was waren die Rettungsnetzwerke und die - zum Teil widersprüchlichen - Motive der Helferinnen und Helfer?
Therkel Stræde hat den Dänemark-Band der von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Berlin) herausgegebenen Schriftenreihe ”Stille Helden” über Hilfe an verfolgte Jüdinnen und Juden im deutsch-besetzten Europa 1933-45 verfasst. Das Buch erscheint 2026 im Berliner Lukas-Verlag.
Therkel Stræde ist Prof. em. für deutsche Zeitgeschichte an der Universität Süddänemark (Odense).
Über „Tysk Fredag“
Die Freitagsvorträge sind für jedermann zugänglich. Sie eröffnen neue Perspektiven auf die deutsche und deutschsprachige Gesellschaft, Kultur und Geschichte und thematisieren auch deutsch-transnationale Themen. Jeder ist willkommen. Koordinator: Detlef Siegfried.