Im Namen des Volkes. Politische Repräsentationen des Mehrheitswillens in der deutschen Demokratie seit 1945

Vortrag von Claudia Gatzka, Freiburg.

Es gehört zu den Prinzipien der Demokratie, dass alle über das "Volk" oder im Namen des "Volkes" reden. Doch da der Demos sich selbst immer nur im Medium von Repräsentationen äußern kann, ist es nahezu unmöglich, festzustellen, was er nun wirklich will und warum. Der Vortrag stellt ein Forschungs- und Buchprojekt vor, das sich systematisch den politischen Repräsentationen des "Volkes" in Deutschland im 20. Jahrhundert, insbesindere nach 1945, widmet. Präsentiert wird, welche politischen Muster und Konstruktionen des Volkswillens sich in der Geschichte und Gegenwart der postnationalsozialistischen Demokratie identifizieren lassen. Zu diskutieren ist sodann, was diese Befunde über die Demokratiepolitik bundesrepublikanischer Eliten aussagen, die lange eine große Sprechermacht besaßen, welche heute wiederum massiv durch Social Media und andere neue Medien in Frage gestellt wird.


Über „Tysk Fredag“

Die Freitagsvorträge sind für jedermann zugänglich. Sie eröffnen neue Perspektiven auf die deutsche und deutschsprachige Gesellschaft, Kultur und Geschichte und thematisieren auch deutsch-transnationale Themen. Jeder ist willkommen. Koordinator: Detlef Siegfried.

Veranstaltungsübersicht der Vortragsreihe